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"Der verletzte Mensch

Wie kann es sein, dass wir alles über die wissen und trotzdem so wenig dagegen unternehmen?

Fritz Engel und Bernd Ulrich haben eine Erklärung. Sie hat mit Stolz, Ehre und der Idylle der Normalität zu tun."

(hat wer ZEIT-Abo und kann mir Inhalt "leaken"? 🙏🏼)

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zeit.de/2022/25/klimakrise-pol

/2 Es ist zum Brüllfzen! 😱 🥺
(brüllen + seufzen)

"Es kann auch derjenige hysterisch sein, der angesichts der Gefahr nicht schreit, weil Coolness nicht gegen Hitze hilft."

@empathroet
... schließe mich hier gern an.
Und danke für den PaywallProxi!

@empathroet
Es stellt sich natürlich nun die Frage, *wie* wir im Diskurs mit Kommunikation ins Handeln kommen?
Wenn sich gefühlt jeder zweite Mensch durch einzelne Worte/Begriffe gekränkt fühlt, sich mehr oder weniger darüber reflektiv bewusst ist?

Denn dies (im Artikel) scheint wahrscheinlich die bisher plausibelste Erklärung zu sein, weshalb wider besseren Wissens alles im #Klimaschutz sich wie Sisyphus' Felsen den Berg hochrollen anfühlt.

@empathroet Danke fürs Teilen!
Vieles finde ich richtig, aber die Kern-Schlussfolgerung finde ich falsch: "Die Voraussetzungen [für die Lösung] sind da, das Problem ist weder wissenschaftlicher noch technischer Natur, sondern rein mental."
Das Problem ist weniger mental, sondern mehr sozial. Wir wissen zwar, mit welchen technischen Maßnahmen wir anfangen sollten, wissen aber nicht, WER dafür zuerst seine kurzfristigen Interessen zurückstellen soll. Und DAS Problem ignoriert der Artikel.

@empathroet Leider ist das ein typisches Fehlschluss, wenn psychologische Theorien auf gesellschaftliche Probleme angewendet werden. Gesellschaft ist halt was anderes als vervielfachte Psychoanalyse...

Was wir lösen müssen, durch Zwang oder durch soziale Normen, ist das "Kollektivgutproblem": wer verzichtet zuerst auf den 'alten' fossilen Wohlstand, wer zahlt für die Schutzmaßnahmen gegen Klimawandel, wer für die riskante Investition in neue Technik, wer wagt zuerst andere Wirtschafts-Modelle?

@empathroet Die Frage ist immer: "warum soll gerade ich damit anfangen, bevor die anderen es nicht auch tun?" Wenn ich alleine anfange, ist wenig erreicht, außer dass ich die Kosten habe... und die anderen mehr vom Ertrag meines Handelns als ich selbst.
Das kann nur durch kollektives Handeln gelöst werden. Anders gesagt: staatliche Regeln, wenn es schnell gehen muss.

@markus_quandt den Zwang/ die sozialen Normen setzt m.E. die Politik? Und da sind wir wieder bei dem mentalen Problem?

@empathroet klar, für Zwang ist die Politik zuständig, dafür haben wir ja einen Staat. Aber "mental" heißt, es wäre ein Erkenntnisproblem, und das ist es längst nicht mehr. Es ist ein Interessenproblem, und es fehlt der Politik aktuell jeder Plan, wie die Interessen so auszugleichen wären, dass die Legitimität (und/oder die Lobby-Unterstützung) nicht verloren geht.

@markus_quandt Gehe ich mit. Würde jetzt mal stark mutmaßen, dass die Schwierigkeit des Interessenausgleiches eher im wirtschaftlichen Bereich liegt.

Die demokratische Legitimität sehe ich nicht gefährdet, vorausgesetzt, die Politik erklärt ihr Tun den Menschen angemessen und findet einen sozialen Ausgleich (Habeck, finde ich da recht vorbildlich)

Ich meine, was könnte bitte legitimer sein, als Maßnahmen, die helfen, das Überleben der Menschheit weiter sicher zu stellen?!

@markus_quandt Nachtrag: Ganz gehe ich doch nicht mit. 😅 Ich denke, es gibt durchaus noch ein Erkenntisproblem (und/oder Ignoranz) bei so einigen in pol. Verantwortung. Ich möchte jetzt keine bestimmte Partei nennen (FDP). :mastogrin:
Anders kann ich mir das Gebremse nicht erklären.

@empathroet Doch, die meisten von denen verstehen das schon... Sie wollen aber, dass kurzfristig andere den Schlamassel ausbaden.

@markus_quandt würde jetzt der Einfachheit halber "mental" und "sozial" gleichsetzen?

@empathroet neiiiin, niiieeeemals!
Sorry, Begriffsklauberei ist bei mir eine Berufskrankheit.

@empathroet Der Artikel ist wirklich gut, nur finde ich den Begriff der "Kränkung" sehr erzwungen. Vielleicht nur, damit in der letzten Überschrift die "Heilung" dazu passt. Es ist mMn in all den angesprochenen Themenfeldern eher eine "Verunsicherung", weil Erlerntes nicht mehr gilt, weil Haltlosigkeit überhand gewinnt. Weil die Kugel noch rollt, wonach immer gestrebt wurde, noch gestrebt wird, man aber jetzt schon weiß, dass es eigentlich ein Abgrund ist, dort am Ende. @ChW

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