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ABC des Friedens – Predigt zur Jahreslosung 2019

 Liebe Gemeinde,

Am Wechsel des Jahres möchte ich mit Ihnen über die Jahreslosung 2019 nachdenken. Die Jahreslosung wird immer einige Jahre vorher ausgewählt und soll uns das ganze Jahr begleiten.

Für 2019 wurde ein Stück aus dem Psalm 34 ausgewählt: "SucheFrieden und jage ihm nach"

Bei der Vorbereitung macht ein

gerhardbeck.de/abc-des-frieden

@roland den Kommentar verstehe ich nicht. Was soll ich lassen?

@gerhardbeck ich dachte losung ist das was hintem aus nem köter kommt

@roland den Anfang der Predigt lesen hilft *g*, da erkläre ich extra was eine Jahreslosung ist.
Mehr Infos zur Jahreslosung unter jahreslosung.net/
Ursprung sind eigentlich losungen.de , die so heißen, weil Bibelverse wirklich ausgelost werden.

@gerhardbeck immer wenn ich gebetet hab bisher ist das gegenteil passiert, was mache ich falsch? vorher denke ich mir leine losung aus
@roland Lustig ist, dass immer wenn ich Leviathan angebetet habe, dann sind meine Wünsche in Erfüllung gegangen. Aber jeder rational denkende Mensch weiß, dass Beten nichts bewirkt...

@gerhardbeck
@iota ich möchte mit gerhard darüber reden, er kennt sich da besser aus, er ist mönch @gerhardbeck

@iota @roland jeder rational denkende Mensch weiß, dass Gebete mit Glauben zu tun hat. Verstand (Ratio) kann aber den Glauben nicht erfassen, er kann also keine Aussage über die Wirkung treffen.
Der rational denkende Mensch kann also nur sagen, dass die Wirkung von Gebeten nicht belegbar ist. Da stimme ich sofort zu...

@gerhardbeck Na richtig, da glaub ich doch lieber an mich selbst, das bringt bewiesenermaßen schon was!

@roland

@iota @roland
Der Glaube an dich ist gut und sinnvoll, ich möchte behaupten: Gott glaubt auch an dich (und mich).
Aber wir als Menschen haben doch unsere Grenzen: Fehler die wir immer wieder machen, Krankheiten, Tod, der Umgang damit... Da sind dann auch die Grenzen des Glaubens an mich, da es meine Grenze ist.
z.B. Gemeindeglied, an Krebs erkrankt, Endstadium. Der Familie hilft das Gebet, das Abgeben an Gott, um damit umgehen zu können.

@gerhardbeck Ihr lasst den Krebskranken einfach so sterben anstatt den zu jemandem zu schicken der helfen kann? (Arzt)

Ich meine Krankheiten und Tode sind völlig natürliche, wissenschaftlich erklärbare Dinge. Da fang ich doch dann lieber damit an, an Ärzte zu glauben.

Wenn ich mir vorstelle, ich wäre Arzt und heile einen Krebskranken und die Angehörigen kommen dann rein und rufen "Danke, Gott!", dann würde ich mich absolut verarscht fühlen.

@roland

@iota bleib bitte realistisch, habe dir doch nichts getan.
Natürlich war er beim Arzt. Krebs im Endstadium, unheilbar.
Es geht nicht mehr um Heilung, es geht darum, wie man durch den Tag kommt. Wie man damit umgeht, dass ein fitter Mann, der sein Leben lang Computer programmiert hat, innerhalb von zwei Wochen ihn nicht mehr bedienen kann.
Wie gehe ich damit um?
Vielen Menschen hilft beten. Mehr sag ich nicht.

@iota
PS: wissenschaftlich korrekt ist: du als Arzt Heilsteine keine Krankheiten. Du siehst für die hoffentlich am besten helfenden Medikamente, tust das Menschenmögliche für die beste Therapie, aber heilen - das tut nicht der Arzt, sondern höchstens die Medizin.

@gerhardbeck Trotzdem war die Medizin eine Erfindung des Menschen. Und genauso gibt es Erfindungen des Menschen, um besser mit Verlusten umzugehen: Da ist zum einen die Psychotherapie, aber zum anderen auch die Märchenstunde, die Menschen erzählt, dass es nach dem Tod weitergeht, genannt christliche Kirche.

Aber gut, dir liegt natürlich was daran, dass die Kirche gut dasteht. Ist ja dein Job, von dem du dein Geld bekommst. Versteh ich schon.

@iota wenn dann ist die Medizin eine Erfindung der Natur und der Mensch hat es geschafft, diese sich nützlich zu machen. Denn die Grundvoraussetzungen waren ja schon da.
Höre jetzt aber auf, mit dir zu diskutieren, denn Religion als Märchen zu bezeichnen ist dein Recht, aber für mich keine Grundlage für ein Gespräch. Ich respektiere ja auch deinen Glauben an den Materialismus.

@gerhardbeck Den christlichen Glauben als Märchen zu bezeichnen mache ich weiter so lange, bis mir jemand erklärt, warum ein Mensch (der Papst) einfach so mal den Glauben ändern kann. Das ist ja nichts mehr, was von Gott geschaffen wurde.

Schönen Tag noch! ;)

@iota du machst einen logischen Fehler: der Papst ist nur das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und Glaubensentscheidungen trifft er nur, wenn er ex cathedra spricht, nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen.
Der christliche Glaube ist aber viel größer, der Katholizismus ist nur eine Unterart. Ich zum Beispiel bin evangelisch, für mich ist das, was der Papst sagt, nicht glaubensrelevant.

@gerhardbeck Und was ist für dich dann glaubensrelevant?

@iota die Bibel, die von Erfahrungen mit Gott und Jesus berichtet. Die Logik die überprüft, ob die Bibelworte zusammenpassen (und im Zweifelsfall sich für das Kohärente entschließt) und meine eigene Erfahrung mit Gott. Aber letzteres ist natürlich rein persönlich, also ist meine Gesprächsgrundlage die Bibel. Und das Glaubensbekenntnis als Übereinkunft der christlichen Kirchen. In dem übrigens der Papst nicht vorkommt :-)

@gerhardbeck Das finde ich jetzt interessant: Die Erfahrungen, die in der Bibel stehen haben Gewicht, aber deine persönliche nicht. Wie soll man das verstehen?

@iota oh, meine hat natürlich auch Gewicht, aber die kann ich ja nur beschreiben. Die Bibel ist uralt (schriftliches über 2900 Jahre) und verschriftlicht. Also kann ich sie als Gesprächsgrundlage hernehmen. Die Christenheit hat sich Mal darauf geeinigt, dass in den Geschichten ihren Büchern (welche hat man sich geeinigt) Gott besonders gut spürbar ist.
Meine eigene Erfahrung steht also auf Grund der Geschichte etwas zurück.

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@gerhardbeck das stimmt aber wozu macht man dann trotzdem diese annahme, wenn es durch nichts belegbar ist? @iota

@roland @iota ach, wir machen viele Dinge, die rein naturwissenschaftlich keinen Sinn ergeben.
Ich kann nur von mir sprechen, warum ich bete: weil ich in mir spüre, dass es mehr als mich gibt (genannt Gott) und mit diesem gegenüber reden will. Ich will meinen Ärger über die Welt loswerden, über Sachen die ich nicht ändern kann, hoffe auf Hilfe wenn ich nicht mehr weiter weiß... Das Gebet hilft mir und tut mir gut.
Anderen geht es anders - auch absolut okay.

@gerhardbeck du sagst du spürst, dass es da etwas gibt. Was hat dich dann ausgerechnet zum Christentum bewegt? Da gibt es ja noch eine viel größere Bandbreite an Religionen und co, zu denen das passt und Freimaurer hättste auch werden können @iota @roland

@paula @roland @iota zum einen: ich bin drin aufgewachsen.
Zum anderen: ich kenne keinen besseren Inhalt als den, das man im Menschen Gott sieht (auch in mir) und ich vorbehaltlos geliebt bin, auch wenn ich Fehler mache. "Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen" (Römerbrief 8). Ich kenne nichts vergleichbares

@gerhardbeck Also hättest du jüdische Eltern wärst du Rabbi geworden?

@roland @paula

@iota @paula @roland keine Ahnung, könnte gut sein. Das Judentum wäre mir wahrscheinlich näher als es jetzt ist. Die Frage ist schon sehr theoretisch.
Es gibt einige Religionswechsel aber statistisch bleiben die meisten nach meinem Wissen in ihrer.

@gerhardbeck Und das ist der Punkt an dem es wieder keinen Sinn für mich ergibt. Dass es eigentlich egal ist, welcher Religion man angehört.

@roland @paula

@iota @paula @roland die Schlussfolgerung verstehe ich nicht. Nur weil ich statistisch in der Religion oder auch der Konfessionslosigkeit bleibe, heißt es doch nicht, dass es vollkommen egal ist.
Außerdem entscheiden sich Religionen massiv. In den meisten muss der Mensch selbst etwas bewirken, Gottes Liebe sich verdienen, im Christentum ist jeder erst Mal einfach geliebt, ohne eigenen Verdienst.
Vielleicht wäre ich als Jude auch Christ geworden, wer weiß?

@gerhardbeck Dann steht aber wieder das Thema zur Debatte, ob du das nur geworden wärst, weil das Christentum dir einfach nur besser gepasst hätte...

@roland @paula
@iota @gerhardbeck @paula ich check irgendwie die ganze diskussion nicht, es ist doxh völlig egal welcher religion jemand angehört
@iota ich meine nur, dass der ausgang der diskussion völlig egal ist, klärt doch lieber religion ansich @gerhardbeck @paula
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@iota @paula @roland da sind mir jetzt zu viele wäre drin. Mir zu theoretisch.

@gerhardbeck Du kannst ja gerne widerlegen, dass du nur Christ bist, weil dir die Ausübung leicht fällt. Ist doch so, oder? Kaum Vorschriften, was das Essen angeht, keine fünf Gebete am Tag, ein barmherziger Gott und so weiter und so fort...

Und dann kommen wir wieder zur Ausgangssituation: Wenn man sich die Religion nur anhand daran aussucht, ob sie leicht fällt (da spielt auch das "reingeboren" sein eine große Rolle), dann ist das Ganze doch eigentlich sinnlos, richtig? Ich kann immerhin nicht belegen, welche Religion die wahre ist, also suche ich mir selber eine aus. Ist das russisch Roulette? Wenn ich an den falschen Gott glaube, komme ich in die Hölle?

@roland @paula
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@iota @roland
Sorry, steige bei dem Gedanken aus. Warum soll ich was widerlegen?
Warum unterstellst du mir, ich sei Christ, weil es leicht wäre? Nur weil es wenig Vorschriften gibt, ist was doch nicht leicht und ich hatte meine Grundlagen doch schon anders erklärt.
Und wieso kommt jetzt die Hölle mit rein? Wer sagt denn, dass es die gibt?
Das geht mir zu weit weg vom Anfang: meiner Predigt und wieso ich Pfarrer bin, ich bin draußen aus der Diskussion.
Guten Abend noch!

@roland gebete sind erstmal nur ein Gespräch mit Gott. Also auch dank, klagen, Beschwerden, etc
Und wie in jedem Gespräch wird einem nicht jeder Wunsch erfüllt und wenn nicht immer so wie man will

@gerhardbeck ne also ein gespräch ist für mich etwas gegenseitiges, geantwortet hat mir allerdings noch nie jemand

@roland hm, ich denke die Frage ist, was für Antworten wir erwarten. Auch in einem Gespräch Mensch-Mensch gibt es Mal schweigen, oder eine Berührung, etc oder Mal keine Antwort. So geht es mir und anderen mit Gott auch. Manchmal kommen Antworten auch sehr verspätet oder gar nicht.

Buchtip: William P. Young, die Hütte. Darin geht es auch um diese Fragen.

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