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Nachdem ich auf einer Fortbildung zum Thema schulinterne Fortbildungen war bei der gefühlt jedes 2. Wort "Digitale Tools" war, habe ich hab mir mal ein paar Gedanken dazu gemacht. Entstanden ist dabei folgendes Bild, das meiner Meinung nach die Fortbildungsangebote und den Fortbildungswillen vieler Lehrkräfte beschreibt (neben ihrem Verständnis von Digitalisierung an Schulen)

Hier nochmal als GIF. Mit CC0 und diesmal ohne Rechtschreibfehler (na oben gefunden?)

@HJB
Ich würde unter "was sie bräuchten" hinzufügen:

Ein *angemessenes* Fortbildungsbudget.
Fortbildungen während der Arbeitszeit.

Also das, was in praktisch allen anderen Bereichen üblich ist: Der Arbeitgeber zahlt und es findet in der Zeit des Arbeitgebers statt.

Und nicht wie jetzt: Lehrkräfte zahlen alles im Wesentlichen selbst und bilden sich in der Freizeit fort für Fortbildungen, die ihnen keinerlei Karrierevorteil bieten.

@dagaz Kann ich so für Bayern nicht bestätigen. Fortbildungen finden normalerweise während der Woche statt. Unterricht wird vertreten. Wenn man wenig Unterricht an diesem Tag hat, arbeitet man dann mehr.
Dafür unterrichten Lehrkräfte zw. 23 und 29 Stunden, der Rest geht für Vorbereitungen, Korrekturen, Fortbildungen etc. drauf.
Die meisten Fortbildungen werden vom Freistaat getragen, kosten also nix.

@HJB
Wir haben in NRW mal eine umfangreiche Befragung der Schulen zu ihrem Fortbildungsverhalten (und der Fortbildungsplanung und des Budgeds und ein paar mehr Fragen) gemacht.

Da war das Ergebnis sehr deutlich: Die Schulen hatten pro Lehrkraft ca. 52€/Schuljahr. Fortbildungen fanden i.d.R. nicht in der Unterichtszeit statt.

Und - Schulleitungen gehen in der Regel vor. Vor allem was das Budget anbelangt. Was dazu führt, dass LK nicht mal die Reisekosten erstattet bekommen.

@HJB
Jüngere Interviews mit Lehrkräften legen nahe, dass sich daran auch in den letzten 10 Jahren (zumindest hier) nichts geändert hat.

@dagaz Interessant. Hab dazu keine Studien, ist aber gefühlt in Bayern anders.

@HJB ich habe damals immerhin noch die "freude" gehabt ein vbscript bauen zu dürfen, was in einem endlosloop das CD Laufwerk auf und zu macht :blobcatgiggle:

@HJB Sehe ich ähnlich. Aber für 'Was ist guter Unterricht', egal ob mit digitalen Medien oder ohne, braucht es Zeit zur Selbstreflexion und zum Weiter-Lernen. Beides ist nicht angemessen möglich.

@Haretis Ja, entschlacken der Lehrpläne und, so schwer es mir fallen würde, auch gegenseitige regelmäßige Hospitationen dafür Stundenverringerung. Würde beides meiner Meining nach viel bringen.

@HJB Im oberen Teil sehe ich nur Denglische Schlagwörter, die ich nicht einmal verstehe.
OneNote, Word und Powerpoint sind Produktnamen. Den Rest kenne ich nicht, obwohl ich 25 Jahre lang an einem Berufskolleg im Kernbereich der Informatik unterrichtet habe.

@holgerjakobs Ich denke, das spricht für dich :-)
Es sind alles Produktnamen und bis vor 4 Jahren kannte ich sie auch noch nicht.
Auffallend ist, dass die Fortbildungsangebote oft unter einen anderen Namen angeboten werden. Bsp.: Wir buchten einen Referenten zu dem Thema "Digitale Visualisierung". Bekommen haben wir, was man tolles mit "Canva" machen kann :-( Das tauchte nirgens in der Beschreibung auf!
Die Fortbildung war übrigens von einem staatlichen Referentennetzwerk!

@HJB
Find ich gut was du da zusammen gestellt hast, vor allem der Eisberg Trift es gut. Ich nehme das mal mit ins nächste Schuljahr! Bin EB an einer freien Schule und frag die Lernbegleiter was sie davon halten.

@jensebluemchen Habs vergessen draufzuschreiben aber ist CC0.
Kanns auch damit bei Bedarf nochmal veröffentlichen!

@HJB interessant wird es auch, wenn man Deine Zeichnung mit dem Fortbildungsangeboten der offiziellen Landesinstitute abgleicht.
Dann kommen noch einige iPad- und Moodle-Weiterbildungen dazu, es wird repräsentativer, doch auch hier fehlen die (meisten) Deiner Themen unter der (Wasser-) Oberfläche.
Bei uns gibt es immerhin ungeliebte Datenschutzfortbildungen und Medienkompetenz steht gefühlt überall drauf. Ist nur die Frage, was da jeweils drin ist (iPads z.B., Word oder Padlet).

@chbmeyer Ja, der digitale Unterricht steckt noch in den Kinderschuhen. Ich will keine Fortbildung über Mentimeter (das kann ich mir selbst beibringen) ich brauch was zu wie und wann kann ich sinnvoll Feedback abfragen, wie stelle ich dabei Fragen und wie verwerte ich das Feedback.
Wobei es natürlich auch löbliche Ausmahmen gibt.

@HJB
Das gilt übrigens auch für die Lehramtsausbildung an den Unis...

@HJB Seit Beginn der Pandemie beobachte ich mit Sorge die Fortbildungsaktivitäten. In der Tat nehme auch ich eine starke Nachfrage nach Tools & Apps wahr. Nur: Was hat das mit mittel- und langfristiger Unterrichtsentwicklung zu tun? Daher habe ich analog wie digital einige Überlegungen vorgestellt:
schule50.de/fortbildung/
Ich hoffe, dass die Verantwortlichen in den Bildungsbehörden den einen oder anderen Gedanken aufgreifen...

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