Ich möchte einmal ein Zwischenfazit über unsere Rebellen-Solar-Anlage ziehen.
Zur Erinnerung, wir haben ein Balkonkraftwerk, das maximal 800 Watt Leistung abgeben kann. Diese 800 Watt gibt es aber, beim Winkel unserer Anlage, maximal Ende Juni, Anfang Juli. Aktuell kommen wir kaum noch über 600 Watt. Die Anlage ist abgeregelt, d.h. sie läuft in Abhängigkeit vom Verbrauch. Da Ferien sind, läuft hier ein Gaming-PC, eine Abregelung findet also kaum statt. Ohne Gaming-PC haben wir hier einen Grundbedarf von ca. 250 W. Sprich, dieser Wert wird quasi nie unterboten.
Neben diesem Balkonkraftwerk haben wir noch weitere 8 Panel, die einen Akku speisen. Ist der Verbrauch im Haus höher als das Balkonkraftwerk liefert, können bis zu 800 Watt zusätzlich ins Haus eingespeist werden. Um halbwegs rechtskonform zu sein, werden niemals mehr als 800 Watt insgesamt bereitgestellt. Die 10 Panel waren schon installiert, bevor die Modulleistung nicht mehr 2000 W übersteigen durften.
Was kommt aus der Gesamtanlage heraus?
Mit dem Balkonkraftwerk können wir jetzt in der hellen Jahreszeit maximal 4 kWh Energie einsammeln. Die Batterie speichert 7 kWh. Natürlich können die Panel, die die Batterie speisen, auch direkt ins Hausnetz einspeisen (steuerungstechnisch aber wie angesprochen insgesamt nur 800 W insgesamt). Aktuell sammeln wir so um 12 kWh pro Tag ein.
Unser Mehrbedarf liegt bei ungefähr 10 kWh pro Tag. Durch unsere Anlage reduziert sich der Energiebezug aktuell also auf die Hälfte unseres gesamten Stromhungers.
Anders ausgedrückt, statt 24kWh pro Tag müssen wir nur knapp 12 kWh pro Tag bezahlen.
Nun wird es spannend zu sehen, ob diese Rechnung ungefähr 210 Tage im Jahr funktioniert, bzw. ob wir 12 kWh pro Tag x 210 Tage pro Jahr einsparen. bei unserem aktuellen Strompreis rechnen sich alle Investitionskosten (also *WIRKLICH* alle, Kabel, Stecker, Sicherungen etc.) nach ca. 6 Jahren.
Was bleibt festzustellen:
1. 7 kWh-Batterie sind im Sommer ok, von 24 h hilft sie ungefähr 19 h, dass der Energiebezug nicht ins uferlose abgleitet.
2. 8 Panel laden im Sommer diese 8 kWh relativ sicher auf.
4. Es gibt noch eine Energielücke von grob 4 kWh, die ein Akku noch zusätzlich liefern müsste. Dann sind aber mindestens 6 weitere Panel erforderlich.
5. Im Winter werde ich definitiv zu wenige Panel haben. Das ist aber besser, als wenn ich im Sommer den Akku über 24 h nicht wenigstens einmal geladen UND entladen bekomme.
6. Aktuell ist die Akku-Technik mit ca. 30% an den Gesamtkosten beteiligt. Ein weiterer Akku würde den Kostenanteil auf ca. 50% heben (da sind 6 Panel und die notwendige Verkabelung schon berücksichtigt). Die vorhandene Technik, MPPT, DC-DC-Konverter, Wechselrichter, verkraften grob 8 weitere Panel: insgesamt 2x(2x(4in Reihe)parallel)parallel). Was 126 V bei 2x26 A bedeutet. Oder maximal 6560 W. (+ 800 W Balkonkraftwerk).